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Erfolgskriterium „Detaillierte Projektplanung“ -Teil 1

14 Mrz

„Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und alle Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muß man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muß einen Zeitplan machen und muß handeln.“

(Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, 1979-92 Vorstandsvors. Chrysler Corp.)

Einführung

Jeder spricht von Projektsteuerung. Wenige sprechen  von Projektplanung. Dabei ist die Planung die Voraussetzung für eine sinnvolle Projektsteuerung. Ohne Plan kein Soll-Ist Vergleich. Ohne Soll-ist Vergleich keine sinnvolle Steuerung.

Die Bedeutung der Projektplanung möchte ich am Beispiel der Entwicklung des ersten Lexus erläutern:

Ende der 80èr  Jahre stieg Toyota mit der  Marke Lexus in die PKW-Oberklasse. Auf Anhieb entwickelte der  japanische Automobilhersteller ein nahezu fehlerfreies Fahrzeug. Und dies nach nur vier Jahren Entwicklungsarbeit. Zur damaligen Zeit war das eine Sensation, schließlich lag die normale Entwicklungszeit bei neuen Fahrzeugen damals bei ca. 10 (!) Jahren.

Nach einer Studie von Arthur D. Little war die kurze Entwicklungsdauer im Wesentlichen auf 2 Faktoren zurückzuführen:

  • Konsequente Prozessoptimierung
  • Stringentes Änderungsmanagement

Im letzten Punkt galt der Grundsatz, dass neue Anforderungen  nur in absolut zwingenden Fällen in der Entwicklung des ersten Lexus berücksichtigt wurden. Aufgrund der kurzen Entwicklungsdauer war dies für Toyota auch zu verantworten. Der angenehme Nebeneffekt: das Risiko zusätzlicher Planungsfehler aufgrund Änderungen reduzierte sich ebenfalls.

Arthur D. Little zeigte, dass Toyota in der Planungsphase deutlich mehr Personal einsetzte  als europäische Firmen.  In der Realisierungsphase  war es interessanterweise  umgekehrt.  Insgesamt realisierte Toyota die Entwicklung des ersten Lexus mit weniger Personal als europäische Autofirmen   in vergleichbaren Projekten. Ein deutlicher Hinweis, dass es sich lohnt, Energie, Kraft und Ressourcen in die Planungsphase zu investieren.

Grundprinzipien:

Für die  Planungsphase gelten 2 Grundprinzipien:

  • Vom Groben zum Feinen
  • So viel Planung wie nötig – so wenig Planung wie möglich

Besonders im letzten Punkt werden in der Praxis erhebliche Fehler gemacht.  Teilweise wird die Planung vernachlässigt.  Hier spielt sicherlich auch der Zeitdruck in Projekten eine erhebliche Rolle.  In anderen Fällen  werden Elemente  trotz erheblicher Unsicherheiten in einer enormen Detailtiefe geplant. Hier ist das Risiko verschwendeter Ressourcen enorm hoch.

 

Das magische Dreieck:

Wie bereits erwähnt ist Planung die Voraussetzung einer wirksamen Projektsteuerung. In der Projektsteuerung betrachtet man in Projekten schwerpunktmäßig die Dimensionen des sog. magischen Dreiecks: Termine  – Kosten – Qualität/Inhalt

Magisches Dreieck

Aus diesem Grund berücksichtigt  Planung Antworten auf folgende Fragen:

  • Was und in welcher Qualität müssen wir  tun, um die Ziele zu erreichen?
  • Welche und wieviele Ressourcen benötigen wir dazu?
  • Bis wann haben wir unser Ziel erreicht?

Um diese Fragen leichter  beantworten zu können, erstellt man in Projekten üblicherweise einen Projektstrukturplan (PSP).  Der Projektstrukturplan bildet  die Grundlage aller Pläne im Projekt.  Mit dem  PSP werde ich mich im nächsten Blog auseinandersetzen.

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