Bild

Erfolgskriterium „Risikomanagement im Projekt“

15 Nov

„Wer jedes Risiko ausschalten will, der zerstört auch alle Chancen

(Hans- Olaf Henkel, * 1940, dt. Topmanager)

Im Risikomanagement in Projekten geht es nicht darum, alle Risiken auszuschalten. Es geht darum, mögliche Risiken zu identifizieren und sinnvolle und vertretbare Maßnahmen zur Gegensteuerung umzusetzen. 

In den von mir betrachteten  Projekten habe ich immer wieder festgestellt, dass die Themen „Risikomanagement“ und „Risikoanalyse“ deutlich ausgeprägter betrachtet werden als die „Stakeholder“.  Scheinbar wird  die Notwendigkeit des Risikomanagements in Projekten deutlicher wahrgenommen als die Berücksichtigung von Betroffen. Aber auch beim Thema Risikomanagement erlebe ich in Projekten immer wieder, dass das Thema häufig nicht mit der notwendigen Konsequenz verfolgt wird.

Definition des Begriffes „Risiko“:

Die  DIN DIN 69901:2009-01  definiert ein Projektrisiko als „ein mögliches Ereignis, das den vorgesehenen Ablauf oder die Ziele eines Projektes gefährdet“.

Risiken sind damit eindeutig negativ behaftet. Die Bedeutung des Risikos ist im Wesentlichen von 2 Faktoren abhängig, und zwar

  •          der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der
  •          Schadenshöhe.

Vorgehen:

Die Risikoanalyse erfolgt in 3 Schritten:

  1.       Risiken identifizieren
  2.       Risiken bewerten
  3.       Maßnahmen ableiten

Zu 1)

Die Identifizierung (und die Bewertung) möglicher Risiken sollten immer im Team erfolgen.

Zu 2)

In der Bewertung von Risiken gibt des die verschiedensten Methoden. Ich arbeite zumindest in einer ersten Stufe gerne mit einem Portfolio, das mir in der Folge einen sehr schnellen Überblick über die besonders gefährlichen Risiken erlaubt.

Risikoportfolio

Die Ermittlung einer sogenannten Risikoprioriätenzahl oder die Bewertung des Risikos in € sind sinnvolle und häufig verwendete Alternativen.

Zu 3) 

Bezüglich möglicher Maßnahmen lassen sich  2 Maßnahmentypen unterscheiden.

Vorbeugende  Maßnahmen sollen den Eintritt eines Risikos verhindern oder zumindest deren Eintrittswahrscheinlichkeit reduzieren. 

 Eventualmaßnahmen werden ergriffen, falls das Risiko eintritt. Diese Maßnahmen sollen die Schadenshöhe bei einem eingetretenen Risiko reduzieren.

An dieser Stelle ist es jedoch wichtig, mögliche Maßnahmen nicht nur zu identifizieren, sondern auch Umsetzungsverantwortliche und Umsetzungstermine zu benennen und diese zu monitoren.

Fazit:

Eine Risikoanalyse ist ein unverzichtbares Instrument in der Projektarbeit. Sie wird nicht nur am Anfang eines Projektes aufgestellt, sondern muss das ganze Projekt begleiten. Sie ist eine kontinuierliche Daueraufgabe im Projekt.

Gerd Schumacher

  

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: